Videos von kurz nach der Befreiung des KZ Flossenbürg#
(LIB 6223) Vermutlich 30. April 1945. Die Kamera schwenkt von links nach rechts und zeigt einen Überblick über das Zwangsarbeiterlager Flossenbürg, Baracken am Hang, Bäume und Berge im Hintergrund. Deutsche Zivilisten haben sich am Eingang des Lagers versammelt. Inschriften auf einem Betonpfosten am Tor. Schilder: „Vorsicht! Hochspannung Lebensgefahr“ und „Arbeit Macht Frei“. Nahaufnahme (CU) des elektrischen Stacheldrahts oben am Zaun und der Wachtürme. Ein improvisiertes, handgeschriebenes Banner am Lattenzaun: „Prisoners Happy End! Welcome!“. Innenaufnahme (INT), Nahaufnahme von vier nackten männlichen Überlebenden: zwei Juden, ein Franzose, ein Pole, mit tätowierten Nummern auf der Brust. Mehrere Aufnahmen. Schwenk hinunter zu den Füßen (bei zwei Personen sind die gestreiften Uniformhosen heruntergezogen). Nahaufnahme der ausgemergelten Rückansicht eines Überlebenden. 02:44:59 Sequenz: Ein ehemaliger französischer Häftling führt einen US-Soldaten durch das unterirdische Krematorium (Zugang zum Untergrund durch ein Metallgitter). Ansicht des Lagers. Überlebende (in normaler Kleidung) spalten und stapeln Holz. Nahaufnahme des Schriftzugs „Desinfektion“ auf einer Ziegelwand. Entsorgung heißer Asche aus dem Krematorium in eine nahegelegene Grube. Amerikaner und Zivilisten graben die Leichen von Zwangsarbeitern aus, die während der Todesmärsche getötet wurden; alle sind bekleidet. Großaufnahme (VCU) der Toten. Drei ältere männliche Zivilisten sprechen mit einem Soldaten. Weitere Leichen werden ausgegraben und in Reihen nebeneinander gelegt. Verschiedene Nahaufnahmen, darunter eine blutige Brust und eine Häftlingsuniform met einem dreieckigen Aufnäher (Winkel) und einer Halskette mit Kreuz.
(LIB 6355) 4. Mai 1945. Ansicht der Gebäude des Konzentrationslagers. Nahaufnahme eines Schilder mit der Aufschrift „Zugang zu den Krankenbaracken“ mit Figuren. Stacheldrahtzaun und Wachturm um das Zwangsarbeiterlager Flossenbürg. Nahaufnahme einer von Einschüssen gezeichneten und blutverschmierten Wand – der Ort der Hinrichtungen im Lager. Innenaufnahmen, Baracken/Unterkünfte, tote Häftlinge. Stahlgitter über einer offenen Grube, Krematorium in einer von einer hohen Steinmauer umschlossenen Grube. Verkohlte Knochen von kremierten Opfern des Lagers. Halbtotale (MS), ein Pferdefuhrwerk transportiert Särge an den Gebäuden des Konzentrationslagers vorbei.
Opfer der Todesmärsche#
(LIB 5968) Schwarzenfeld, Deutschland. Weitaufnahme (LS) von vielen Särgen, die auf Pferdewagen geladen sind. Deutsche Zivilisten aus Schwarzenfeld laden die Särge ab und tragen sie an Reihen von Leichen vorbei. Viele Zivilisten heben Gräber in einem eingezäunten Bereich aus. An mindestens einer der zur Bestattung bereitliegenden Leichen sind Reste einer gestreiften Uniform zu sehen. Im Hintergrund sind Häuser sichtbar. Die Opfer starben auf einem von mehreren Evakuierungstransporten von Flossenbürg in Richtung Dachau. Am 16. April verließ een Transport mit etwa 1700 jüdischen Häftlingen Flossenbürg. In der Nähe von Schwarzenfeld wurde ihr Zug von alliierten Flugzeugen unter Beschuss genommen und zerstört, wobei einige Häftlinge getötet und weitere von der SS erschossen wurden. Schätzungsweise 7.000 Häftlinge starben auf den Evakuierungstransporten aus Flossenbürg. Bis in die späten 1950er Jahre wurden in diesem Gebiet immer wieder Massengräber entdeckt.
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